Treibsand zieht an Deinen Fersen, saugt sich fest wenn Du strampelst. Du hältst still und spürst den kühlen Griff der Erde. Schwer und erbarmungslos. Bis zu den Knien steckst Du im Boden, wie eingepflanzt und vergessen. Bei der Ernte einfach übersehen, zu kümmerlich und nicht mal kurz mit der Sense umgehauen, nicht mal das.
Neben Dir döst der knurrende Sand, unter Dir schlafen geschliffene Knochen. Keine Hand, die Dich rauszieht, nur runter, tiefer in den Brei. Atmen ist gut, ne gute Sache, um am Leben zu bleiben. Aber nicht zu wild, immer schön langsam nippen, damit der Sand nicht aufwacht.
Aber ewig im Sand stecken? Du schlingst die Luft runter, weil es das vorletzte ist, was Du noch zwischen die Zähne bekommst. Knirschend sinkst Du tiefer, ruderst ein wenig mit den Armen, um nicht wehrlos unterzugehen. Deine Lippen formen klebrige Töne, ein fliegendes Lied besingt (mehr…)