Der Pandabär verschmäht die Pandaf****, sein Pandamagen schäumt vor Säurekotze

10. August, 2007 von Mischka

Gib Gas! - Mmmmmh, Kickers Offenbach!

Ich bekenne mich rückhaltlos und hemmungslos zum Artenschutz. Nicht nur aus moralischen, sondern auch aus ästhetischen Gründen. Der tropische Regenwald mit seinem bunten Strauss verschiedenster Lebewesen erwärmt mein Herz. Er ruft uns mit der ganzen Kraft seiner Lunge zu: „Es ist okay, anders zu sein. Für jedes lebenshungrige Wesen gibt es auf diesem Planeten einen Platz, an dem es glücklich herumtollen kann.“ Aber was tun, wenn der Lebenshunger nachlässt? Sollten Arten, die sich gegen das Überleben wehren, dazu gezwungen werden? Säuselt der Bambushain nicht ab und zu auch: „Aussterben ist zwar langweilig, aber okay?“

Pandabären stopfen täglich so viele blausäurehaltige Bambusschößlinge in sich hinein, daß sie eigentlich schon alle tot sein müssten. Wie zum Hohn hat das Leben dem Panda eine gewisse Den Rest des Beitrags lesen »

Unser täglich Blog gib uns heute

9. August, 2007 von Mischka

Peters FleischmützeManchmal führt der Standardisierungs­wahn im Ultra-Neoliberalismus auch zu schönen Erlebnissen im zwischenmenschlichen Bereich. Als ich kürzlich in eine der 54 eineiigen Filialen von „Video-World“ schlurfte, um mich von deren silbern glänzender Auslegeware inspirieren zu lassen, stolperte ich über einen Klassiker des sozialkritischen Science-Fiction-Films: „Es ist nicht einfach ein Gott zu sein.“ Ich zögerte kurz, ob der Information, daß es sich hierbei um einen deutsch-russischen Schulterschluß von 1989 handelte. Bei „Solaris“ von Andrej Tarkovskij im russischen Original mit französischen Untertiteln war ich im Verlauf einer halbstündigen Autobahnfahrt durch betonverliebtes Plattenbaugebiet zuerst dem Wahnsinn und dann dem Schlaf erlegen. Doch der Name des Regisseur jagte ein Kribbeln über meine postpubertären Fühler: „Ein Film von Den Rest des Beitrags lesen »

Schimpansensaft gibt Lebenskraft

9. August, 2007 von Mischka

Eine Freundin von nem Freund von mir studiert Biotechnik. Als Nebenjob untersucht sie, dank ihrer im Studium erlangten Fachkompetenz, Schimpansensperma aus dem Amazonas-Urwald. Die Schimpansenpopulation in selbigem Großhain sank in den letzten Jahren nämlich rapide. Es wird vermutet, daß die Schimpansen zu wenig Tinte im Füller haben oder ihre Kampftaucher- Schnelleinsatztruppen zu wenig Proviant für Ihr Rennen zum Affenweibchenei einpacken. Der aufmerksame Leser fragt sich hier natürlich: Wie kommt die besagte Freundin eines Freundes an selbigen, milchigtrübigen Mannessaft heran? – Der Postbote bringt ihn in kleinen Döschen in einem unscheinbaren Paket. Und wie kommt das Pelztier-Ejakulat in die kleinen Plastikbehälter? Ausgebildete Biologen, die jahrelang im Studium die schwersten Stoffwechselwirkungen, Enzymzerfallsketten und Gentohuwabohen in ihre Schädel gewemst haben, robben in Tarnkleidung durch das chlorphyllschwangere Dickicht und kratzen das klebrige Objekt der Begierde aus Astlöchern. Schimpansen haben nämlich die drollige Angewohnheit, Den Rest des Beitrags lesen »

Drei Farben Grau

3. August, 2007 von Mischka

Malve ist die Geheimwaffe gegen flüchtendes Bunt. Auch dick bemalte Lippen, Schattenlider und schrille Kleidung halten das Grau in Schach, signalisieren ihm Kampfbereitschaft. Doch Tropische Länder bieten ein ideales Versteck, zwischen all den Papagaien und Korbblütlern ist die Farbe kaum noch auszumachen, sobald sie rausgetropft ist. Auf ein­tönigen Schneeflächen jedoch ist die Spur des Lebens im Weiß nicht zu übersehen: Das Scharlach der Lippen, das ebene Holz der Haare, die kleinen Sprenkler leuchtendes Blau, die man hinter sich verliert. Man kann die Farbe wieder auflecken, beobachten, wie sie die Haut strafft, wenn sie zurück in den Rahmen fließt. Irgendwann hat man zu viel verloren, dann wird das ständige Bücken zu Erschöpfung, dann sackt man schlaff in den bunten Schnee. Schweigend zieht der Frühling seinen Hut vor der grauen Hülle und streicht die Papagaien und auch die Korbblütler mit unserer geronnenen Zeit.